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Von Petra Junk und Joachim Michels
Zum 12. Kadett A-Treffen hatten Marion und Gerd Klindworth nach Undeloh inmitten des einzigartigen Naturschutzgebietes der Lüneburger Heide eingeladen. Obwohl unsere Kadetten mittlerweile 45 Jahre alt sind, wurde diese Strecke von allen auf eigener Achse und teilweise sogar unter erschwerten Bedingungen (im wahrsten Sinne des Wortes) ohne Pannen bewältigt. Wagners hatten ihr fahrbares Haus dabei, daher musste der Kadett auf den Hänger, dafür zogen die Caravane von Störs und unserer je ein dem Alter der Zugmaschinen entsprechenden Wohnwagen Marke Dübener Ei bzw. Eriba Puck mit, damit die Übernachtungen auf dem Weg in heimischer Atmosphäre stattfinden konnten.
Mittlerweile sind unsere jährlichen Treffen ja nicht mehr nur Treffen von Gleichgesinnten, sondern von Freunden geworden, sodass am Donnerstag auch zunächst ein großes Hallo mit den entsprechenden Begrüßungen stattfand, wobei dann die Neuhinzugekommenen ebenso in Augenschein genommen wurden wie ihre Fahrzeuge. Hierbei gab es auch keine Berührungsängste, als ein wunderschönes altes BMW Cabrio als Stellvertreter für einen noch nicht ganz fahrtüchtigen Kadett A teilnahm.
Besonders vermisst haben wir in diesem Jahr jedoch „unsere Holländer“, Ans und Walling de Jong, denen wir auch an dieser Stelle Glück und Kraft wünschen.
Ab 15:00 Uhr Eintreffen der Teilnehmer am Hotel Undeloher Hof
19:30 Uhr Gemeinsames Abendessen im Wintergarten des Undeloher Hofes
Gleich am ersten Abend überraschten uns Gerd und Marion Klindworth nach der offiziellen Begrüßung mit einem Kadett A-Orden am Bande, den sie von einer echten Heidekönigin jedem einzelnen überreichen ließen, wobei sich die Herren perfekt an die Anweisung hielten und der bezaubernden jungen Dame die Hand küssten, während die Damen sich um den geforderten Hofknicks drückten, was allerdings auch mit der Enge zu entschuldigen war. Nachdem uns dann auch noch der Besitzer des Hotels begrüßt hatte und, mit Rücksicht auf die Führerscheine, den Beifahrerinnen ein flüssiges Heideküsschen zukommen ließ, schilderte Gerd Klindworth den geplanten Ablauf des Treffens in groben Zügen, wobei dann auch die bereits traditionelle Ratsche zum Einsatz kommen musste.
Eintreffen am Undeloher Hof |
Kadett A Caravan |
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9:00 Uhr Ausfahrt durch die Lüneburger Heide und Besuch der Hansestadt Lüneburg
19:30 Uhr Grillabend am Undeloher Hof
Fahrerbesprechung |
Gerd und Marion Klindworth |
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Unser erster Ausflugtag mit mehr als 30 Fahrzeugen, denn auch das im Verlaufe des Treffens immer wieder perfekt agierende Schlussfahrzeug muss mitgezählt werden, führte in Etappen nach Lüneburg. Unsere Kadett A-Karawane ist auch immer wieder deshalb besonders schön, weil sich auf den Gesichtern der Passanten am Straßenrand zunächst die Freude an einem so netten kleinen Auto und dann die Verwunderung über diese Menge der gleichen Fahrzeuge in allen Regenbogenfarben widerspiegelt. Während des ersten Stopps beim Oldtimer-Händler Steenbuck Automobile schlugen wohl auch die Opel-Virus-infizierten Herzen höher, bei all diesen chrom- und lackblitzenden Schätzen aus der Vor- und Nachkriegszeit. Da es jedoch zu keinem Spontankauf kam, konnten wir gemeinsam wieder aufbrechen und über St. Dionys, wo uns Marion Klindworth mit Apfelsaft und Selters aus Kadett-A-Gläsern verwöhnte, zum Schiffshebewerk am Elbe Seitenkanal schnurren. Dort, am mit 38 m Hubhöhe zweitgrößten Schiffshebewerk Europas, welches mit zwei voneinander unabhängigen Trögen von 105 x 12 m ausgestattet ist, trauten sich die Schiffe in Anbetracht der Übermacht unserer A-Kadetten-Flotte zwar nicht in Sichtweite, wir konnten uns aber dennoch einen grandiosen Eindruck und Überblick verschaffen.
Die Kadett A-Karawane |
Zwischenhalt bei Steenbuck Automobile |
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Pause mit Apfelsaft aus |
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Dann ging es zum Mittagessen zu „Lim’s“, wo wir in einem wunderschönen Wintergarten von reizenden, geduldigen Bedienungen mit wunderbarem Essen in der Zeit beschäftigt wurden, in der es draußen regnete. Anschließend konnten wir bei Sonnenschein weiter nach Lüneburg fahren, wo es Marion Klindworth – weiß der Oldi-Gott wie – gelungen war, den Marktplatz vor dem Rathaus in der Fußgängerzone als Parkplatz für unsere Kadetten genehmigt zu bekommen
Mittagspause |
A-Kadetten vor dem |
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Vorübergehend geschlossen |
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Dort durfte dann auch zur Begeisterung aller noch ein bisschen geschraubt werden, denn Uwe Klötings Kadett hatte (mal wieder) Schwierigkeiten mit der Lichtmaschine, wobei ihm Peter Stöhr aber helfen konnte.
Batteriespende unterwegs |
Der Co-Referent bei der Arbeit |
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Regler-Prüfung |
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9:00 Uhr Ausfahrt durch das Alte Land mit Ziel Buxtehude
19:30 Uhr Grillabend am Undeloher Hof
Am zweiten Tag führte uns die Ausfahrt durch das Alte Land, das größte zusammenhängende Obstanbaugebiet Mitteleuropas.
Nachdem wir Horneburg hinter uns gelassen hatten, und nur noch Obstbäume zu sehen waren, fuhren wir am Deich der Lühe vorbei durch so traumhaft schöne Orte, dass selbst das Kadett-A-Karawanen-Tempo noch viel zu schnell war, und man am liebsten vor jedem Haus angehalten hätte, um Fachwerk, Haustüren, Rosenbüsche und -bäume, Rittersporn und Jasminsträucher zu bewundern. Eine wahrhaft atemberaubende Strecke, die uns zum Fähranleger an der Elbe führte. Dort konnte man nicht nur die Ankunft einer Fähre, sondern auch vorbeifahrende Containerschiffe beobachten, die von und nach Hamburg unterwegs waren.
Reetgedecktes Haus |
Containerschiff auf der Elbe |
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Auf dem weiteren Weg fuhren wir durch Apfel- und Kirschbaumreihen soweit das Auge reichte zum Obsthof Jan Hinrich Feindt. Dort erwartete uns eine köstliche Hochzeitssuppe. Außerdem wurden wir noch mit zuckersüßen Erdbeeren und Äpfeln aus eigenem Anbau verwöhnt. Nach dem Mittagessen nahm sich Herr Feindt die Zeit, uns etwas über Obstanbau und die Lagerung der Äpfel zu erzählen, deren Sortier-, Verpackungs- und Kühlräume wir besichtigen durften, wobei die Oldtimertraktoren-Schätzchen leider nicht gezeigt wurden.
Mittagspause |
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Vor der Weiterfahrt musste uns Gerd dann leider aus Zeitgründen eine Schleife seiner Strecke streichen, die ja aber auch schon der Grundstock zu einer weiteren Ausfahrt sein kann!?
So fuhren wir auf einer etwas kürzeren, aber deshalb nicht weniger schönen Strecke nach Buxtehude an der deutschen Märchenstraße. Hier spielt das Märchen vom Wettlauf zwischen Hase und Igel, die Hunde bellen mit dem Schwanz, und wir durften wieder, wundersamer Weise, direkt an der Altstadt parken. In Buxtehude selbst konnte jeder – wie schon am Tage zuvor in Lüneburg – unternehmen was er wollte, was in solch wundervollen alten Städten ja wirklich nicht schwer ist, zumal gerade das Altstadtfest stattfand.
Brunnen in Buxtehude |
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Die Rückfahrt fand dann in locker verabredeten kleineren Gruppen statt.
Und dann hatte uns auch schon die Zeit ereilt und der letzte Abend stand an. Nach dem Büffet führte Manfred Stör zu unserer Freude eine Power Point-Präsentation mit einem Zusammenschnitt des Vorjahrestreffens im Saarland vor, was durch seine fast schon kabarettistischen schwäbischen Kommentare zu einem Höhepunkt der Abschlussveranstaltung wurde. Nachdem dann von uns der „Wander-Kadett“ an die Gastgeber überreicht wurde, der nun für ein Jahr seine Heimat in der Lüneburger Heide findet, blieb Stefan Dierkes die Aufgabe, sich in unser aller Namen bei unseren Gastgebern für die Organisation zu bedanken und zur Ausrichtung des 13. Kadett A-Treffens die Ratsche an Manfred und Monika Stör weiterzugeben (wobei das von Manfred als Lockmittel für Monika eingesetzte Lebkuchenherz wohl nicht ganz so ernst zu nehmen war). Die Beiden laden uns alle vom 11.bis 14.06.2009 zum 13. Kadett A-Treffen nach Leutkirch im Allgäu ein.
Überreichung des |
Monika und Manfred Stöhr |
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Nach dem Frühstück Verabschiedung der Gäste.
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